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Erdwerk Calden

Erdwerk und Bestattungsplätze des Jungneolithikums

Das Caldener Erdwerk wurde im Sommer 1976 durch den Piloten S. Einzmann aus der Luft entdeckt. Positive Bewuchsmerkmale d. h. höherwachsendes Getreide über den ehemaligen, seit der Jungsteinzeit verfüllten Gräben, ließen eine Doppelgrabenanlage von etwa 450 m Durchmesser erkennen, deren Grabensystem mehrfach unterbrochen war - nach damaligen Forschungsstand ein deutliches Indiz für Tore.
Von 1988 - 1992 fanden zur Klärung dieser Fragen umfangreiche Ausgrabungen durch die Staatlichen Museen Kassel unter Leitung von dem Geologen Dirk Raetzel - Fabian mit Unterstützung der Gemeinde und des Geschichtsverein Calden statt.

 

Auswertung

An der anschließenden Auswertung der gewonnen Daten waren 18 Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen aus Deutschland, der Schweitz und den Niederlanden beteiligt. Die Forschungen konnten Ende 1996 abgeschlossen werden.
Die Caldener Anlage zählt bis heute zu den am besten untersuchten Erdwerken in Europa und ermöglichte völlig neue Interpretationsgrundsätze.
Im Jahr 2000 erschien der über 400 Seiten starke Untersuchungsbericht von Dirk Raetzel - Fabian.

Bücher und Informationen

Dirk Raetzel - Fabian hat sich in den letzten Jahren noch einige Male mit den Neolithischen Grabenwerken befasst. Seine Artikel finden Sie auf der Website: www.jungsteinsite.de
Sein neuster Artikel vom 15. Dez. 2006, dort gibt er einen Überblick über die neolitischen Grabenwerke in Mitteleuropa.
Aber auch das Landesmuseum in Kassel hat zwei Informatiaonsschriften herrausgebracht:

Die ersten Bauernkulturen - Jungsteinzeit in Nordhessen.
Überarbeitete Ausgabe von 2000 kostet 10 €; 184 Seiten.

Erdwerk und Megalithgrab bei Calden - Mittelpunkt einer Region vor 5000 Jahren.
Die Ergebnisse der Ausgrabungen 1988 - 1990 bei Calden kostet 2,50 €, Broschüre mit 14 Seiten teils farbige Abbildungen.

In unserem Nachbarort Immenhausen wurde 199 bei den Vorbereitungen zum Bau eines Lebensmittelgeschäftes eine sensationelle Entdeckung gemacht, eine frühbäuerliches Großdorf das vor rund 7000 Jahren die Grundlage für die Bauernkultur von Immenhausen legte. In der Broschüre "Die ersten Bauern in Immenhausen" wurden die Ergebnisse von dem Ausgrabungsleiter Dr. Jürgen Kneipp festgehalten.
Die Broschüre erhalten Sie für 6 € bei der Touristinformation von Immenhausen.