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Fürstenwald

Kleine Jagdhütte

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort 1332 als Forstinwalde. Schon früh war Fürstenwald landgräfliches Dorf. 1455 gehörte es zum Amt Grebenstein und später zum Amt Ahna.

1393 war Fürstenwald selbständige Pfarrei, deren Patronatsrecht dem Landgrafen zustand. 1585 war es dann nach Heckershausen einge-pfarrt. 1747 wie jetzt eine Filiale davon.

 

Jagdhaus des Landgrafen

Vor dem 30jährigen Krieg 1585 bestand der Ort bereits aus 39 Haus-halten. Bis 1747 hatte sich die Größe der Ortschaft kaum verändert. Es liegt vermutlich an den Auswirkungen des 30jährigen Krieges, von denen sich die Dörfer im allgemeinen nur sehr langsam erholten. Ähnlich wie der Nachbarort Ehrsten besitzt auch Fürstenwald eine sehr planmäßige Ortsstruktur. Das zentrale Karree mit der Kirche wird von Nord nach Süd von den beiden parallel verlaufenden Hauptstraßen tangiert. Die Verbindung zwischen den beiden stellen schmale Quer-straßen her. Im Kern der Ortschaft befindet sich das Karree mit der spätromanischen Kirche. Ihr Westturm deutet auf eine ehemalige Wehrhafte Kirchhofanlage hin. Es kann angenommen werden, daß der schmale, den Kirchhof unmittelbar umgrenzende kleinparzellierte Bereich ursprünglich Teil der Kirchhofbefestigung war und erst im 19. Jh. aufgesiedelt wurde. Um dieses Karree gruppieren sich vorwiegend aus dem späten 18. und 19. Jh. stammende Bauernstellen.

 

Wehrkirche

Die Kirche St. Marien war bis 1361 Filialkirche von Meinbressen. Das Kirchenpatronat besaßen die von Schadenberg gemeinsam mit dem Kloster Kaufungen. Danach war Ehrsten selbständige Pfarrei des Archidiakonats Hofgeismar, das Patronat hatten die v. Schadenberg und seit 1388 die v. d. Malsburg inne.

Im ältesten Teil der Ortschaft befindet sich auf einem Karree die Kirche. Von der spätgotischen Kirche ist lediglich der Chorturm mit Maßwerkfenstern aus der 2. Hälfte des 15. Jh. erhalten. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das 1834 erbaute Pfarrhaus. Der Friedhof, vermutlich unmittelbar um die Kirche angesiedelt, wurde im 18. Jh. an den Südrand des Ortes verlegt.

Abgerückt vom Dorfkern befindet sich im Osten am Berghang in einem parkähnlichen Garten das 1910 erbaute ehemalige herrschaftliche Jagdhaus, die heutige Fachklinik.