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Westuffeln

Westuffeln liegt in der flachen Talsenke der Nebelbeeke. Im Jahre 965 wird erstmals Uvfloun et altera ufloun in einer Urkunde Kaiser Ottos des Großen erwähnt, der es als Zubehör dem benachbarten Königshof Frösebeck (heute Kreis Höxter) an die Stiftskirche St. Moritz in Magdeburg schenkte.

 

Im 14. Jh. war das Dorf je zur Hälfte im Besitz der Schartenburg und der von der Malsburg. Mit dem Tode Hermanns von Schartenburg fiel deren Anteil 1363 an Hessen. Die von der Malsburg traten 1787 vertraglich ihre Rechte an die hessischen Landgrafen ab.

 

Die Kirche von Westuffeln

Seit 1365 ist West- oder Weniguffeln als Pfarrei belegt. Von der romanischen Kirche, einem kreuzgratgewölbten zweijochigen Saalbau des späten 12. Jh. mit quadratischem kaum eingezogenem Rechteckchor wurde nach Abruch 1881 nur der Westturm in den anschließenden Neubau übernommen.

 

1585 bestand Westuffeln aus 90 Haushalten, deren Zahl sank vermutlich infolge des 30jährigen Krieges und stieg bis 1747 erst wieder auf 85 an. Die erhaltene historische Bausubstanz stammt erst aus der Zeit nach dem 30jährigen Krieg, vor allem aus dem 18. Jh. Auf 1694 wird das "Fachwerk en miniature" datiert. Ein kleiner quadratischer Predigerstand. Es ist das letzte orginelle Zeugnis einer dort bis vor zwei Jahrzehnten erhalten gebliebenen frühen Friedhofsanlage.

 

Das Predigerhaus

in Westuffeln

Den ältesten Teil der Ortschaft bildet der im Zentrum gelegene Bereich um die im Kern noch mittelalterliche Kirche. Kennzeichnend für die historische Bebauung des 18. Jh. und 19. Jh. sind große Bauernstellen, die meist aus nur einem bäuerlichen Wohnwirtschaftsgebäude bestehen. Dieses sowohl von mitteldeutschen Baugewohnheiten als auch von diemelsächsischen beeinflußte Gebäude gibt der Ortschaft eine unverwechselbare Prägung. Es handelt sich dabei um traufseitig erschlossene Gebäude, die einen Wirtschaftsteil mit großer Toreinfahrt besitzen und einen separaten Wohnteil mit einem repäsentiven Hauseingang.